Kastaniendelle

Kastaniendelle

Wer die Kastaniendelle (Pfälzisch: „Keschdedell“) besuchen will, beginnt seine Wanderung zum Beispiel vom Dürkheimer Riesenfass aus Richtung Westen durch die Mühlgasse. Folgen Sie in diesem Abschnitt der offen fließenden Isenach bis zum alten Gerbhaus (Gerberstraße). Dort unterquert der Weg die Bundesstraße 37 und führt von der Gartenstraße zur Hinterbergstraße, bei der wir links weitergehen. Nach ca. 40 Metern führt neben der Weinstube „Zur Keschdedell“ (Haus Nr. 66) ein Treppenweg zur Vigilienstraße. Dort geht es  rechts weiter und nach ca. 100 Metern erreicht man auf der linken Seite den Karlsweg. Am Ende dieses Treppenweges beginnt die Kastaniendelle.

Geschichtliches:

Die Kastaniendelle hat ihren Namen aufgrund seines großen Kastanienbaumbestandes und einer Mulde (Pfälzisch: „Dell“) erhalten. Über diese Mulde haben die Römer die gebrochenen Steine vom Steinbruch „Kriemhildenstuhl“ aus östlich in den talähnlichen Einschnitt  hinunter gerollt. Es ist aus heutiger Sicht nur schwer vorstellbar, dass die Steine bis zur Isenach transportiert, auf Kähne verladen und bis nach Mainz verschifft wurden. Zu verdanken haben wir den Römern neben dem Weinbau auch den Anbau von Kastanien, denn sie wussten damals schon: „Wo Wein wächst, wachsen auch Kastanien“. Und weil das Wasser in dieser Gegend sehr salzhaltig war und Salz zum Haltbarmachen von Speisen gebraucht wurde, ließen sich viele Römer hier nieder.

Das große Waldstück „Kastaniendelle“ wurde 1887 durch den Drachenfels Club erworben. Im Laufe der Jahre wurden Wege hergerichtet, verschiedene Bänke  aufgestellt und ein kleiner Platz mit Brünnlein und Wasserbecken angelegt, der Wanderer zum Verweilen einlud. 1979 wird eine Wasserleitung zum Laufbrunnen verlegt, die heute leider nicht mehr funktionsfähig ist. Die kleine Anlage soll noch in diesem Jahr durch diverse Maßnahmen (unter anderem Erneuerung der Sitzgruppe) wieder aufgewertet werden.

 

Stand: November 2011

Wie Sie hier sehen, wurde die Sandsteinmauer um das Brünnlein neu gesetzt und mit einer Sitzbank

und Tisch ergänzt.

 

 

 

 

Wir danken an dieser Stelle dem ausführenden Team von BFB e.V. Grünstadt unter fachlicher Anleitung von

Herrn Beermann (im Bild links bei einer Frühstückspause).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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